US-Markt: Toyota greift Chrysler an - DER SPIEGEL
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US-Markt Toyota greift Chrysler an

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Detroit - Der japanische Automobilhersteller Toyota will Chrysler in den USA vom dritten Platz der Automobilhersteller verdrängen und direkt hinter die Ford und General Motors Co rücken. Toyota-Präsident Fujio Cho hat dem "Wall Street Journal" zufolge den Angriff auf Chrysler zur Chefsache erklärt. Er soll mit einer "kleinen Armee" von Toyota-Topmanagern bei der Detroit Motor Show auftauchen.

Im Gepäck hat Cho offenbar neue Pick-Ups und sogenannten "Sport-Utility Vehicles" (SUV). Mit diesem auf US-Kunden zugeschnittenen Programm soll der Produktionsrekord von 1,1 Millionen Fahrzeugen in Nordamerika im vergangenen Jahr bis Ende des Jahrzehnts auf zwei Millionen Autos pro Jahr steigen. Das würde den Bau eines fünften Werkes und eine Ausweitung der Motorenproduktion bedeuten. 2000 hatte Toyota ihren Marktanteil in den USA auf 9,3 erhöht, im Vorjahr waren es noch 8,7 Prozent. Die Marken Toyota und Lexus, die Nobelabteilung der Japaner, holten sich im Dezember 2000 gemeinsam sogar 10,8 Prozent des US-Marktes.

Der Marktanteil von Chrysler sank in den USA im vergangenen Jahr auf 15,7 Prozent von 16,7 Prozent 1999. Und da bei Chrysler gegenwärtig die Profitabilität strategisch über dem Marktanteilsgewinn stehen dürfte, ist letztere Flanke laut "WSJ" für Angreifer wie Toyota offen. Einige Toyota-Manager sehen den Tag des Überholens der Zeitung zufolge bereits in fünf Jahren.