US-Medizinbranche: Johnson & Johnson verliert Milliarden-Übernahmeschlacht - DER SPIEGEL
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US-Medizinbranche Johnson & Johnson verliert Milliarden-Übernahmeschlacht

Schwere Schlappe für den Konsumgüterhersteller Johnson & Johnson: Das US-Unternehmen unterliegt im Übernahmepoker um den Medizintechniker Guidant.
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Chicago - Guidant teilte heute mit, seine Fusionsvereinbarung mit Johnson & Johnson(J&J) zu Gunsten des deutlich höheren Übernahmeangebots des Rivalen Boston Scientific aufgekündigt zu haben. Für die 705 Millionen Dollar, die Guidant an J&J für die Aufkündigung des Fusionsvertrages zahlen müsse, werde Boston Scientific aufkommen, hieß es. Dies sei Teil der zwischen beiden Medizintechnikunternehmen geschlossenen Vereinbarung.

Boston Scientific zahlt nun nach Angabe der Gesellschaften insgesamt rund 27 Milliarden Dollar oder 80 Dollar je Guidant-Aktie. Die Guidant-Aktionäre erhalten 42 Dollar in bar und 38 Dollar in Form von Boston Scientific-Aktien je eigenen Anteil. Die Transaktion soll bis zum Ende des ersten Quartals abgeschlossen sein.

J&J will dagegen sein Angebot nicht noch einmal aufstocken, da dies nicht im Interesse seiner Aktionäre sei, hieß es. Der Pharma- und Konsumgüterkonzern, bekannt für Marken wie Penaten, hatte seit 14 Monaten mit Guidant um eine Übernahme verhandelt. Bereits im Dezember 2004 hatten die Parteien eine Übernahme für 25,4 Milliarden Dollar vereinbart.

Wegen Produktschwierigkeiten bei Guidant hatte J&J sein Gebot dann auf einen Nettowert von rund 19 Milliarden Dollar reduziert. Dies hatte offenbar Boston Scientific zu einer ersten eigenen und höheren Offerte bewogen.