US-Notenbank erhöht Leitzins nicht - DER SPIEGEL
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US-Notenbank Fed zögert erste Zinserhöhung des Jahres weiter hinaus

Der Leitzins der US-Notenbank bleibt, wie er ist: Er bewegt sich weiter zwischen 0,25 und 0,5 Prozent.
Fed-Chefin Janet Yellen
Fed-Chefin Janet Yellen

Fed-Chefin Janet Yellen

Foto: Michael Reynolds / dpa
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Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat ihren Leitzins unverändert gelassen. Der Zinssatz bleibe bei 0,25 bis 0,50 Prozent, teilte die Fed mit. Die Entscheidung fiel mit neun zu eins Stimmen. Die Chefin des Fed-Ablegers in Kansas City, Esther George, forderte vergeblich eine Zinserhöhung. Ursprünglich hatte Fed-Chefin Janet Yellen eine Erhöhung im Juni oder Juli ins Auge gefasst.

Die Fed erklärte, auf kurze Sicht habe sich das Risiko für den US-Wirtschaftsausblick verringert. Dies gilt als Fingerzeig, dass sich die Notenbank eine Erhöhung noch in diesem Jahr offen hält.

Viele Experten rechnen damit, dass dies erst gegen Jahresende in Betracht kommt, wenn sich die Auswirkungen des EU-Austrittsvotums der Briten vom 23. Juni auf die amerikanische Wirtschaft besser abschätzen lassen.

Vor acht Jahren hatte die Fed in der Finanzkrise den Zins auf das Rekordtief von null bis 0,25 Prozent gesenkt. Im Dezember hob die Zentralbank den Zins dann erstmals wieder an. Seitdem verzichtete sie aber auf weitere Zinserhöhungen.

Nach der Fed-Sitzung legte die US-Währung geringfügig zu und stieg zum Euro auf 1,0964 Dollar. Der Dow-Jones-Index tendierte weiterhin kaum verändert zum Vortag bei 18.468 Punkten.

sun/Reuters