US-Notenbank Fed lässt Leitzins unverändert
Washington - Der Offenmarktausschuss der US-Notenbank begründete seinen Schritt heute damit, dass die Verlangsamung der Wirtschaftsaktivitäten und die Abkühlung des Immobiliensektors das Risiko der Inflation eindämmten. Bereits im August hatte die Notenbank nach 17 Zinserhöhungen in Folge eine Pause eingelegt und damit auch der Wirtschaft eine Atempause verschafft. Zinserhöhungen gelten als Konjunkturdämpfer, weil sie die Investitionen der Unternehmen verteuern. Von den Notenbanken werden sie aber als Instrument gegen die Inflation eingesetzt.
Die Fed-Entscheidung war angesichts nachlassender Inflationsrisiken von den Finanzmärkten erwartet worden. Allein die Ölpreise fielen in den vergangenen zwei Monaten um mehr als 20 Prozent und verringerten den Inflationsdruck. Außerdem verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum in den USA.
Von Juni 2004 bis Juni 2005 hatte die Notenbank den Zinssatz
sukzessive von 1,0 Prozent auf 5,25 Prozent erhöht. Der Leitzins
ist das wichtigste Instrument der Zentralbank zur Beeinflussung des Wirtschaftslebens. Die Handelsbanken geben Erhöhungen oder Senkungen für gewöhnlich an ihre Kunden weiter. Höhere Zinsen dämpfen die wirtschaftliche Aktivität der Konsumenten, vor allem bei größeren Anschaffungen wie Häusern oder Autos.
kai/AP/AFP