US-Notenbank Fed lässt Leitzins unverändert
Washington - Die Bank begründete ihre Entscheidung heute damit, dass nach wie vor ein Inflationsrisiko bestehe. Die Fed sehe durchaus die Probleme an den Finanzmärkten und die Risiken bei den Immobilienkrediten. Die Inflation bleibe aber ihre Hauptsorge. Die US-Notenbank hatte von Juni 2004 bis Mitte 2006 den Leitzins immer wieder erhöht, um die Inflation unter Kontrolle zu halten. Experten gehen davon aus, dass der Leitzins bis Anfang kommenden Jahres unverändert bleiben wird. Der Satz des Leitzinses wird den Geldinstituten bei der kurzfristigen Geldbeschaffung in Rechnung gestellt.
Die US-Börsen reagierten auf den Zinsentscheid der US-Notenbank mit Kursabschlägen. Der Leitindex Dow Jones verlor 0,4 Prozent auf 13.417 Zähler, der breiter gefasste S&P-500 0,3 Prozent auf 1464 Punkte und die Nasdaq 0,4 Prozent auf 2536 Stellen. Der Dollar präsentierte sich zum Euro etwas fester: Die europäische Gemeinschaftswährung kostete 1,3737 Dollar nach 1,3755 vor der Fed-Mitteilung. Zum Yen lag der Dollar fast unverändert.
Insgesamt rechnet die US-Notenbank weiter damit, dass die
Wirtschaft in den kommenden Monaten moderat wächst. Die US-Wirtschaft nimmt nach einer Schwäche in den ersten drei
Monaten des Jahres wieder deutlich Fahrt auf. Im zweiten Quartal stieg das Bruttoinlandsprodukt nach vorläufigen Zahlen mit einer hochgerechneten Jahresrate von 3,4 Prozent. Im ersten Quartal hatte das Plus hingegen nur 0,6 Prozent betragen.
Allerdings erklärte die Fed, die Abwärtsrisiken für die
US-Wirtschaft seien gestiegen. Zudem könnten sich die
Bedingungen für die Kreditvergabe bei Firmen und Verbrauchern
verschärfen. Dies führte am Markt zu Sorgen, dass die
Firmengewinne darunter leiden könnten.
kai/AP/AFP/dpa/Reuters