US-Notenbank hebt Leitzins leicht an - DER SPIEGEL
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Geldpolitik US-Notenbank erhöht den Leitzins erneut

Die US-Notenbank macht einen weiteren Schritt in Richtung Normalisierung ihrer Geldpolitik: Sie hat ihren Leitzins erneut um 0,25 Prozentpunkte angehoben.
Janet Yellen
Janet Yellen

Janet Yellen

Foto: Yuri Gripas / REUTERS
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Die US-Notenbank hat zum zweiten Mal innerhalb von drei Monaten den Leitzins erhöht - auch diesmal um 0,25 Prozent. Er bewegt sich nun zwischen 0,75 und einem Prozent, teilte die Federal Reserve (Fed) mit. Volkswirte und Finanzmärkte hatten mit dieser Entscheidung gerechnet, nachdem Fed-Chefin Janet Yellen bereits eine Zinserhöhung signalisiert hatte.

Die Fed setzt ihren Kurs fort, die Geldpolitik nach der Finanzkrise zu normalisieren. Vorausgegangen waren Jahre einer ultralockeren Geldpolitik, mit dem Ziel, die US-amerikanische Wirtschaft anzukurbeln. (Hier erfahren Sie, wie sich Zinsen auf die Wirtschaft auswirken).

Zuletzt hatte sich jedoch der US-Arbeitsmarkt als sehr stabil erwiesen. Die Arbeitslosenquote liegt derzeit bei niedrigen 4,7 Prozent. Auch die Preise ziehen langsam an.

Der neue US-Präsident Donald Trump will der Konjunktur durch radikale Steuersenkungen und Milliarden-Investitionen einen Schub verleihen. Dieses Jahr dürften laut Prognosen der Währungshüter zwei weitere Zinsanhebungen folgen. Die Fed hatte sich 2016 und 2015 noch zurückgehalten und jeweils nur eine Erhöhung gewagt.

Historisch gesehen sind die Leitzinsen in den USA auch nach der Erhöhung immer noch sehr niedrig. Anfang der Neunzigerjahre zum Beispiel lag der Satz noch bei acht Prozent, selbst 2007 waren es noch fünf Prozent. In der Finanzkrise ab 2008 hatte die Fed den Satz dann radikal auf null Prozent gesenkt und die Finanzmärkte mit Geld geflutet, um die Folgen der Wirtschaftskrise einzudämmen.

asa/dpa/Reuters