US-Notenbank: Weitere Zinsanhebungen sind wahrscheinlich - DER SPIEGEL
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US-Notenbank Weitere Zinsanhebungen sind wahrscheinlich

Der Chef der US-Notenbank (Fed), Alan Greenspan, beobachtet das Wirtschaftswachstum in den Staaten mit Argusaugen - zu schnell und zu unausgeglichen sei der Wirtschaftsboom. Experten werten das als versteckte Ankündigung, dass die Fed die Zinsen erneut anheben und damit den Aktienmarkt belasten wird.
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New York - Greenspan erklärte in einem Brief an Kongress-Abgeordnete, er sehe in den stark gestiegenen Aktienkursen einen der entscheidenden Faktoren, dass die US-Wirtschaft aus der Balance geraten könnte. "Die Fed ist besorgt über das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage, die Auswirkungen auf die Inflationsentwicklung und die Nachhaltigkeit der Expansion," heißt es in dem Schreiben. Analysten werteten dies als ein Hinweis auf weiter steigende US-Zinsen.

William McDonough, Vizepräsident des Fed-Offenmarktausschusses, unterstrich bei einer Rede in Tokio, die Fed werde weiter mit Zinserhöhungen reagieren, bis das Wachstum nicht mehr so "euphorisch" ausfalle. Die Fed hat die Leitzinsen seit Mitte vergangenen Jahres bereits fünfmal um je 25 Basispunkte angehoben.

Die US-Wirtschaft befindet sich seit gut zehn Jahren in einem Konjunkturaufschwung. Das Wirtschaftsministerium hatte die Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts im vierten Quartal auf eine Jahresrate von plus 7,3 Prozent von zuvor plus 6,9 Prozent nach oben revidiert. Dies ist die stärkte Wachstumsrate seit fast 16 Jahren.