US-Ölreserven Bush ordert 100 Millionen Barrel
Washington - Insgesamt sollen die Ölreserven um mehr als 100 Millionen Barrel aufgestockt werden. "Unsere derzeitigen Reserven und die unserer Alliierten sind groß genug, um uns vor einer möglichen kurzfristigen Unterbrechung der Lieferungen zu schützen", sagte Bush und fügte hinzu: "Die Reserven bis oben zu füllen, stärkt langfristig die Energiesicherheit der USA."
Die nach der Ölkrise 1973 eingerichtete strategische Reserve werde auf 700 Millionen Barrel (je 159 Liter) aufgestockt. Zurzeit enthalten die unterirdischen Depots entlang der Küste von Louisiana und Texas rund 545 Millionen Barrel. Damit könnten die USA beim derzeitigen Ölverbrauch rund 60 Tage lang ohne Einfuhren über die Runden kommen. Beobachter sehen in dem Schritt auch den Versuch, zur Stabilisierung der Ölpreise beizutragen. Die Organisation Erdöl fördernder Staaten (Opec) hat sich zuletzt besorgt über den deutlichen weltweiten Nachfragerückgang geäußert. Der Ölpreis stieg nach der Ankündigung an der New Yorker Warenbörse um rund drei Prozent auf 21,88 Dollar pro Barrel.
Die Reserven sollen in den nächsten Monaten gefüllt werden. Unter anderem will die Regierung Ölfirmen, die vor den US-Küsten bohren, anbieten, ihre Steuerschulden in Form von Öl zu zahlen, sagte Energieminister Spencer Abraham.