US-Regierung Bushs Finanzberater will offenbar gehen
New York - Hubbard wolle aus persönlichen Gründen seine Lehrtätigkeit an der Universität von Columbia wieder aufnehmen, berichtete das "Wall Street Journal" am Donnerstag unter Berufung auf Regierungskreise. Sein Nachfolger werde wahrscheinlich der Wirtschaftswissenschaftler Gregory Mankiw von der Universität Harvard. Mankiw sei bereits mehrfach zu Besprechungen über den Posten im Präsidialamt gewesen. Aus Regierungskreisen hieß es, es sei noch keine Entscheidung gefallen. Zwei weitere Kandidaten seien noch im Rennen um die Nachfolge Hubbards.
Der Regierung wäre es lieber gewesen, wenn Hubbard sich für einen Verbleib im Amt entschieden hätte, berichtete die Zeitung unter Berufung auf die Kreise weiter. Hubbard hat sich zuletzt für die Abschaffung der Dividendensteuer eingesetzt, die Kernstück von Präsident Bushs Konjunkturpaket über 674 Milliarden Dollar ist. Dieses Paket soll die weltweit größte Volkswirtschaft wieder in Schwung bringen und die seit drei Jahren dauernde Börsenflaute beenden.
Hubbards Spezialthemen sind unter anderem öffentliche Finanzen, Volkswirtschaft und Unternehmensfinanzen. Mankiws Forschungen konzentrieren sich vor allem auf Preisangleichung, Verbraucherverhalten, die Finanzmärkte sowie die Währungs- und Steuerpolitik.
Bush hat sich die Ankurbelung der Wirtschaft neben der nationalen Sicherheit zur Hauptaufgabe seiner verbleibenden Amtszeit gesetzt. Analysten gehen davon aus, dass Bushs Chancen auf eine Wiederwahl 2004 maßgeblich davon abhängen, ob es ihm gelingt, die Arbeitslosenquote von zuletzt 6,0 Prozent zu senken und die Stimmung an den Aktienmärkten zu verbessern.