US-Schadenersatzklage: Verschütteter Kaffee bringt 668.000 Dollar - DER SPIEGEL
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US-Schadenersatzklage Verschütteter Kaffee bringt 668.000 Dollar

Während einer polynesischen Frühstücksfeier in Disneyworld kippte eine Kellnerin dem Familienvater Andrew Allocco einen brühheißen Kaffee zwischen die Beine. Das Missgeschick brachte dem Amerikaner fast 670.000 Dollar Schadenersatz ein.
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Orlando - Der 33-jährige Allocco hatte vor zwei Jahren mit seiner Familie im Disney Polynesian Resort von Disneyworld in Orlando (Florida) an einem so genannten Character Breakfast teilgenommen, als einer vorbei eilenden Kellnerin ein Kaffeebecher vom Tablett fiel. Der Ex-Polizist erlitt schwere Verbrennungen mit Blasenbildung und einer Verfärbung der Haut um seine Genitalien, wie es in den Gerichtsdokumenten hieß.

Allocco leidet seit dem Vorfall unter chronischen Schmerzen und muss Medikamente einnehmen. In der Folge kann der ausgebildete Flugzeug- und Helikopter-Pilot nicht mehr fliegen, weil die Schmerzmittel für Piloten verboten sind. Ein Geschworenengericht sprach ihm insgesamt 668.000 Dollar zu.

Die bisher spektakulärste Klage wegen verschütteten Kaffees stammt aus dem Jahr 1994. Damals hatte sich eine Frau in einer McDonald's-Filiale im US-Staat New Mexico mit heißem Kaffee verbrannt. Ein Gericht sprach ihr zunächst 2,9 Millionen Dollar zu. Diese Summe wurde von einem Berufungsgericht später auf 640.000 Dollar reduziert. Später einigten sich beide Seiten außergerichtlich.