US-Spitzenmanager Mehr Gehalt trotz Krise
Hamburg - Rick Wagoner, Chef von General Motors, ließ sich von der Kreditkrise nicht beeindrucken. Er ließ sich seine Bezüge im letzten Jahr um satte 64 Prozent erhöhen. 15,7 Millionen Dollar verdiente der Topmanager im Jahr 2007 - obwohl sein Konzern mit 39 Milliarden Dollar 2007 den höchsten Verlust der Unternehmensgeschichte verzeichnete.
Wagoners Kollegen waren da schon bescheidener Einer Untersuchung der Nachrichtenagentur AP zufolge verdienten die Chefs der 500 im Börsenindex Standard & Poor's 500 notierten Unternehmen 2007 im Schnitt 8,4 Millionen Dollar. Das ist zwar immer noch eine Steigerung um 280.000 Dollar; sie entspricht allerdings im Durchschnitt nur noch einer Steigerung von rund dreieinhalb Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zum Vergleich: deutsche Spitzenkräfte konnten im letzten Jahr eine Gehaltssteigerung von im Schnitt 14 Prozent verbuchen.
Von den 318 amerikanischen Firmen deren Manager bereits seit zwei Jahren die gleichen sind, haben dagegen zwei Fünftel ihren Chefs in Zeiten der Krise sogar die Bezüge gekürzt.
Gleichwohl: Grund zur Klage haben auch die US-Bosse nicht: Allein die Top-Ten-Großverdiener kassierten 2007 trotz teilweise erheblicher Gewinneinbrüche insgesamt immer noch mehr als eine halbe Milliarde Dollar. In die Berechnung der Bezüge wurden auch Bonuszahlungen und Aktienoptionen einbezogen.
kjo/AP