US-Übernahme BASF legt noch mal nach
Ludwigshafen - BASF bietet den Engelhard-Aktionären nun 39 Dollar je Anteilsschein und damit noch einen Dollar mehr als bisher. "Um es unmissverständlich zu sagen: Dies ist unser endgültiges Angebot", betonte Konzernchef Jürgen Hambrecht. "Unter keinen Umständen werden wir unser Angebot nochmals erhöhen." Nach Berechnungen der Nachrichtenagentur AFP ist BASF nun bereit, 5,16 Milliarden Dollar für Engelhard zu zahlen.
Hambrecht zeigte sich zuversichtlich, dass die Engelhard-Eigner den höheren Wert des Angebots und die Sicherheit, die BASF dem Unternehmen im Gegensatz zu dessen eigenem Rekapitalisierungsplan biete, erkennen würden. Sollten die Aktionäre die Offerte auf ihrer Hauptversammlung dennoch zurückweisen, "werden wir unser Angebot auslaufen lassen und uns anderen Projekten widmen."
BASF will mit dem Kauf zur weltweiten Nummer eins bei Autokatalysatoren aufsteigen. Das Engelhard-Management hat das Angebot bislang als zu niedrig erklärt; der Katalysatorenhersteller sah seinen Marktwert wegen der zunehmend strikten Umweltauflagen in den USA, Europa und Asien deutlich höher.
Bereits im April hatte BASF sein Angebot um einen Dollar je Aktie auf damals 38 Dollar erhöht; auch die Frist zur Annahme der Barangebots wurde bereits mehrfach verlängert.
Dieses Mal erhalten die Aktionäre nur einige Stunden mehr Bedenkzeit: Statt um 17 Uhr am 5. Juni läuft die Annahmefrist nun erst um Mitternacht New Yorker Zeit ab.
itz/mm.de/AFP