US-Verbraucherpreise: Benzinkosten treiben Inflation - DER SPIEGEL
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US-Verbraucherpreise Benzinkosten treiben Inflation

Die Verbraucherpreise in den USA sind im Mai um 0,6 Prozent gestiegen. Schuld waren vor allem die hohen Energiekosten. Damit wird eine Erhöhung der Leitzinsen durch die US-Notenbank Fed immer wahrscheinlicher.
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Washington - Die Daten liefern der Fed nach Einschätzung von Volkswirten einen Grund für eine Zinserhöhung beim Treffen am 29. und 30. Juni. "In den ersten fünf Monaten des Jahres ergibt sich ein Anstieg in der Kernrate um 2,9 Prozent, was ein Hinweis für Inflationsdruck ist und die Fed zu einem Anziehen der Geldpolitik bewegen wird", sagte Richard DeKaser, Chefvolkswirt von National City Corp. Die Analysten sind jedoch uneins, ob die Fed die Zinsen um 25 oder gar um 50 Basispunkte vom derzeitigen 46-Jahres-Tief von 1,00 Prozent erhöhen wird.

Im Vergleich zum Vormonat kletterten die Verbraucherpreise im Mai um 0,6 Prozent nach plus 0,2 Prozent im April, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. In der Kernrate, also ohne Energie- und Nahrungsmittelpreise, ergab sich ein Anstieg um 0,2 Prozent, was den Expertenprognosen entsprach. Allein in den vergangenen zwölf Monaten sind die Preise in der Kernrate um 1,7 Prozent gestiegen.

Größte Preistreiber waren im Mai die Energiekosten, die zum Vormonat um 4,6 Prozent nach oben schnellten. Insbesondere Benzin verteuerte sich um 8,1 Prozent. "Die Energiepreise sind das große Problem", sagte Chris Low, Chefvolkswirt von FTN Financial. Die zuletzt gestiegenen Konsumausgaben hätten den Preisanstieg weiter verschärft. "Die Firmen stellen fest, dass sie höhere Einkaufspreise an die Verbraucher weiter geben können", so Low.