US-Verbrauchervertrauen Der Knoten platzt noch nicht
New York - Das Verbrauchervertrauen in den USA sei im April auf den höchsten Stand seit November 2002 gestiegen, teilte das private Forschungsinstitut Conference Board mit. Der Index stieg demzufolge von 61,4 Punkten im März auf 81,0 Punkte. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg auf 70,4 Punkte gerechnet.
An den meisten Handelsplätzen der Welt sorgte die Bekanntgabe der mit Spannung erwarteten Daten allerdings nur zeitweilig für Kursgewinne. Der Dax fiel am Nachmittag um 0,8 Prozent unter sein Vortagesniveau bei 2931 Punkten, auch der Dow Jones notierte gegen 17.30 rund 0,2 Prozent im Minus, nachdem er mit positiven Vorzeichen gestartet war. "Die Anleger sind enttäuscht, dass die US-Börsen trotz der positiven US-Daten nicht nachhaltig zugelegt haben", sagte ein Frankfurter Händler.
Der Euro kletterte ebenfalls nach einem kurzzeitig starken Rückgang wieder über die Marke von 1,10 Dollar. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1017 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0956 Dollar (Montag: 1,1025) festgesetzt.
"Dies ist ein Zeichen für die Nervosität der Märkte", sagte ein Devisenhändler, "zuerst haben wir den ganzen Tag in einer engen Handelsspanne vor uns hingeträumt und dann sorgt ein Indikator für solche Ausschläge."
Das stärker als erwartete US-Verbrauchervertrauen hätte nach Aussagen von Händlern eigentlich für Druck auf den Euro sorgen müssen. Nach Einschätzung eines Experten wartet der Markt auf weitere Konjunkturdaten, die nachhaltigere Aussagen über die Entwicklung der Konjunktur in den USA und der Eurozone liefern.