US-Verkäufe: Autobauer verzeichnen dramatische Einbrüche - DER SPIEGEL
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US-Verkäufe Autobauer verzeichnen dramatische Einbrüche

Die Zahlen sind noch immer mies: BMW, Daimler, Porsche, VW und Ford haben im Mai bei ihren Amerikaverkäufen erneut drastische Absatzeinbrüche hinnehmen müssen. Dennoch zeigen sich die meisten Autobauer erfreut - und sprechen vom besten Ergebnis bislang in diesem Jahr.
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New York - Herbe Verluste auf dem US-Markt: Die großen Autobauer haben auch im Mai deutlich weniger Neuwagen abgesetzt als im Vorjahr. Allerdings sind die Absatzeinbrüche nicht mehr ganz so drastisch wie in den Vormonaten. Die meisten Konzerne verkaufen das als Erfolg.

Die Autoverkäufe von Daimler   gingen um ein Drittel zurück. Insgesamt verkaufte Daimler im Mai in den Vereinigten Staaten 16.303 Personenwagen, wie aus der Unternehmensmitteilung vom Dienstag hervorgeht. Auf die Kernmarke Mercedes-Benz entfielen davon 15.134 Wagen. Der Smart-Absatz schrumpfte von 2695 auf 1169 Einheiten.

Seit Beginn des laufenden Jahres hat die Pkw-Sparte von Daimler nun rund 77.400 Fahrzeuge in den USA verkauft. Dies entspricht einem Rückgang von knapp 29 Prozent im Vergleich zu den ersten fünf Monaten des Vorjahres.

Ford   hat auf seinem Heimatmarkt eine Absatzeinbuße von gut 24 Prozent auf 161.531 Fahrzeuge hinnehmen müssen. Für die US-Marken Ford, Lincoln und Mercury wurde im Mai aber trotzdem der höchste Monatsabsatz seit Juli 2008 erzielt, schreibt das in Dearborn ansässige Unternehmen in einer Mitteilung. Zudem seien die Lagerbestände so weit abgebaut, dass im zweiten und dritten Quartal wieder mehr Autos produziert werden sollen.

Insgesamt hat Ford in den ersten fünf Monaten des Jahres mit 620.300 Wagen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum rund 37 Prozent weniger Autos verkauft.

Der Sportwagenbauer Porsche   verkaufte 29 Prozent weniger Fahrzeuge - und verbucht mit 2140 Neuwagen ebenfalls den besten Monat seit Jahresbeginn, wie aus der Mitteilung vom Dienstag hervorgeht. Verantwortlich für den "Aufwärtstrend" sei die Nachfragebelebung in den USA, wo Porsche die monatlichen Verkaufszahlen bereits zum dritten Mal in Folge steigern konnte.

Bei BMW   ging die Zahl der verkauften Fahrzeuge um 27,7 Prozent zum entsprechenden Vorjahreszeitraum zurück - auf insgesamt 22.993 Fahrzeuge. Das teilte das Unternehmen am Freitag in Woodcliff Lake mit. Von der Marke BMW wurden mit 18.383 Stück knapp 28 Prozent weniger verkauft als im Mai 2008. Der Absatz der Marke Mini sank um 27 Prozent auf 4610 Stück.

Auch BMW sagte, es sei der bislang beste Monat in diesem Jahr gewesen. In den ersten fünf Monaten ging der Absatz in Nordamerika um 29 Prozent auf 93.599 Fahrzeuge zurück.

Volkswagen  setzte nach Angaben des Fachdienstes Autodata im Mai 19.568 Autos ab, 12,4 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Im April hatte der Einbruch noch bei 16,1 Prozent gelegen.

Bei General Motors   gingen die Verkäufe um 29,6 Prozent auf insgesamt 191.875 Fahrzeuge zurück.

Die US-Autobranche steckt tief in der Krise. Die großen Ford-Konkurrenten General Motors und Chrysler befinden sich in Insolvenzverfahren und werden zurzeit von Grund auf umgebaut.

ssu/AP/dpa-AFX/Reuters