US-Versicherer: Ruf nach dem Staat - DER SPIEGEL
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US-Versicherer Ruf nach dem Staat

Die amerikanischen Versicherungsunternehmen verlangen eine Rückversicherung von der US-Regierung. Der Staat soll einen Fonds einrichten, der Schäden durch Terroranschläge abdeckt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Washington - Wie das "Wall Street Journal" berichtet, begründen die Vorstände der 24 führenden Versicherer in den USA ihre gemeinsame Initiative damit, dass nach den herben Verlusten durch die Terroranschläge vom 11. September eine gemeinsame Anstrengung notwendig sei, um auch in Zukunft Sicherheit zu gewährleisten. Um einen Ausgleich des Schadens auf Grund der Terroranschläge soll es allerdings nicht gehen, wie die Geschäftsführer der Versicherungen ausdrücklich betonten.

Der Vorschlag ist an ein Modell angelehnt, das in Großbritannien seit den späten achtziger Jahren eingerichtet ist. Hier springt die Regierung ein, wenn ein Schaden durch Terroranschläge die Leistungsfähigkeit eines gemeinsam von den Versicherern gegründeten Fonds übersteigt. Die britische Regierung gibt sozusagen eine Bürgschaft.

Während der Plan in der Industrie wachsende Unterstützung finde, so berichtet das Blatt weiter, seien die Widerstände im Kapitol noch nicht ganz überwunden. So halte der Republikaner Mike Oxley, der sich viel mit dem Kapitel Versicherungen beschäftigt habe, weiterhin nichts von einer staatlichen Rückversicherung.

Auch im Finanzministerium steht man dem Ansinnen offenbar skeptisch gegenüber. Ein Sprecher äußerte Bedenken, dass die Regierung den Versicherern damit praktisch einen Freibrief ausstelle. Die Regierung würde damit praktisch zur letzten Instanz.

Die Vertreter der Versicherungen wiesen dagegen darauf hin, dass im Falle Großbritanniens ein Rückgriff auf die Staatskasse noch kein einziges Mal notwendig geworden sei.

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