US-Vorwahlen: Hedgefonds wechseln ins Obama-Lager - DER SPIEGEL
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US-Vorwahlen Hedgefonds wechseln ins Obama-Lager

Eine Woche vor den wichtigen US-Präsidentschafts-Vorwahlen in Texas und Ohio gerät Hillary Clinton immer stärker ins Hintertreffen: Auch die bis dahin klar hinter ihr stehenden Hedgefonds wenden sich ab - am deutlichsten lässt sich das an den Wahlkampfspenden für Barack Obama ablesen.
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Boston - Die Zahlen sprechen für sich: Obama strich im Januar von der Branche insgesamt 50.450 Dollar ein. Clinton kam hingegen auf lediglich 18.800 Dollar, wie aus neuen, für Reuters zusammengestellten Daten hervorging.

2007, als Clinton noch als klare Favoritin bei den Demokraten galt, sah es noch anders aus: Bis zum Jahresende flossen aus Hedgefonds 681.250 Dollar in ihre Kassen, 552.374 Dollar gingen an den Senator aus Illinois. Gerade einmal 116.550 Dollar erhielt John McCain, der damals als wenig aussichtsreich galt, mittlerweile aber bei den Republikanern unumstritten vorne liegt. Im Januar erhielt der Senator aus Arizona denn auch mit 26.400 Dollar mehr Geld von den Hedgefonds als Clinton, die somit im vergangenen Monat so wenig wie kein anderer Spitzenbewerber von der Branche bekam.

"Obama ist vielleicht nicht ausdrücklich für Hedgefonds, aber die Manager wollen sicherstellen, dass er nicht gegen sie ist", mutmaßte die auf die hochriskanten Anlageformen spezialisierte Finanzexpertin Denise Valentine. Viele Hedgefonds seien offenbar der Ansicht, es könne nicht schaden, für Obama angesichts seiner Erfolge im Vorwahlkampf zu spenden.

Der 46-Jährige liegt mittlerweile laut einer Umfrage der "New York Times" und von "CBS News" in der Gunst der meisten Anhänger der Demokraten vor Clinton. Mehr Wähler trauen Obama demnach inzwischen zu, bei der eigentlichen Präsidentschaftswahl im November den Kandidaten der Republikaner schlagen zu können.

Außerdem ist eine Mehrheit inzwischen auch der Ansicht, Obama könne eine internationale Krise klüger meistern. In der kommenden Woche stehen unter anderem in Texas und Ohio Vorwahlen an, wo es um besonders viele Delegiertenstimmen für die Kandidatennominierung geht. Die zuletzt von einer Niederlagenserie gebeutelte Clinton benötigt hier dringend einen Erfolg.

mik/Reuters