US-Wahlkampf Kerrys Wirtschaftsmann verspricht Clintonomics
Boston - Aus Sicht Roger Altmans stand die Ära Clinton wirtschaftspolitisch vor allem für sozial ausgewogen verteilten Wohlstand und für Haushaltsdisziplin. "Damals gab es einen Wohlstand wie nie zuvor für Amerikaner aller Einkommensgruppen", sagte der Berater Kerrys dem "Handelsblatt".
Altman versprach, eine Regierung unter Kerry würde zu den Grundregeln solider Fiskalpolitik zurückkehren. "Alle Ausgabenerhöhungen und Steuersenkungen sollen mit Ausgabenkürzungen oder Steuererhöhungen an anderer Stelle gegenfinanziert werden", sagte er.
Kerry folge noch anderen Prinzipien aus der Regierungszeit des früheren Präsidenten - dazu gehörten ein stabileres Verhältnis zur Weltgemeinschaft, eine Konzentration auf die Mittelklasse in der Steuerpolitik, ein besserer Krankenversicherungsschutz und mehr Qualität in der Bildung.
Für alle Ausgabensteigerungen gelte als Obergrenze die Inflationsgrenze, so Altman weiter. Dabei nannte er freilich eine wichtige Einschränkung: Im Militäretat könne es auch stärkere Steigerungen geben.
Die Demokraten werden Kerry heute auf ihrem Wahlparteitag in Boston als Herausforderer von Präsident George W. Bush für die Wahlen im November nominieren.