US-Wirtschaft: Torschlusspanik beim Häuserkauf - DER SPIEGEL
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US-Wirtschaft Torschlusspanik beim Häuserkauf

Noch sind die Zinsen niedrig, aber sie steigen wieder, zugleich springt die Konjunktur an: Diese Kombination hat noch mehr Leben in den überhitzen amerikanischen Immobilienmarkt gebracht. Der Boom aber könnte schon bald wieder vorbei sein.
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New York - Die Zahl der in den Vereinigten Staaten verkauften neuen Häuser werde im Gesamtjahr 2004 um 7,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen, prognostizierte die nationale Maklervereinigung. Damit würden dann 1,16 Millionen neue Häuser verkauft werden. Bei den Verkäufen bestehender Häuser werde es einen Zuwachs um 6,5 Prozent geben - damit würden dann 6,5 Millionen Gebäude den Besitzer wechseln.

Der mittlere Preis für ein neues Haus werde um 8,9 Prozent auf 212.300 US-Dollar steigen, hieß es in der in New York veröffentlichten Mitteilung. Für ein bestehendes Haus müssten zur Jahresmitte 2004 182.700 Dollar bezahlt werden - 7,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

"Hinweise, dass wir in einer Übergangsphase sind"

Die US-Notenbank hatte im August den Leitzins von 1,25 auf 1,50 Prozent angehoben. Begründet wurde der Zinsschritt damit, dass es Anzeichen für eine erneute Beschleunigung beim Wirtschaftswachstum gebe. Mit dem Ende der Niedrigzinsphase dürfte es für viele Amerikaner schwieriger werden, ihre Schulden zu bedienen.

Volkswirte und Makler rechnen zugleich damit, dass der Boom auf dem Immobilienmarkt auch angesichts der Zinsentwicklung bald abklingt. Vom Juni auf den Juli habe es bereits einen geringen Rückgang der Hausverkäufe gegeben, berichtet das "Wall Street Journal". "Es gibt einige Hinweise, dass wir in einer Übergangsphase sind", zitiert die Zeitung den Chef eines Maklerverbandes. In einigen Regionen steige die Zahl der Häuser, die keinen Käufer finden oder die unter Listenpreis verkauft werden.