USA: Die Topeinkommen der Topmanager - DER SPIEGEL
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USA Die Topeinkommen der Topmanager

Die Einkommen von Unternehmenschefs in den USA sind im vergangenen Jahr wieder kräftig gestiegen. Der bestbezahlte Manager erhielt 295 Millionen Dollar - zum größten Teil in Aktienoptionen.
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Portland - Aus einer vom Forschungsinstitut The Corporate Library in Portland im US-Bundesstaat Maine veröffentlichten Untersuchung geht hervor, dass die Bezüge der Chefs der börsennotierten Unternehmen im Schnitt um 16 Prozent zulegten. Dies ist zwar ein deutlich geringerer Anstieg als 2004, als die Top-Manager sich noch über einen satten Zuwachs ihrer Vergütungen um 30 Prozent freuen konnten. Doch sei der Anstieg der Bezüge bei den Firmenchefs noch immer klar höher als bei anderen Berufsgruppen, sagte der Autor der Studie, Paul Hodgson.

Der bestbezahlte Unternehmenschef der USA ist der Untersuchung zufolge Barry Diller von der Mediengruppe IACInteractive. Er verdiente im vergangenen Jahr 295 Millionen Dollar (232 Millionen Euro). 98 Prozent seiner Bezüge bestanden allerdings aus Aktienoptionen. Auf den folgenden Plätzen rangieren Eugene Isenberg vom Ölinfrastrukturkonzern Nabors Industries mit 203 Millionen Dollar und Terry Semel von dem Internetriesen Yahoo mit 182 Millionen Dollar. Von den insgesamt 1700 untersuchten Firmen vergüten die 500 größten ihren Chefs mit durchschnittlich sieben Millionen Dollar im Jahr.

Einkommen der US-Topmanager

Name Unternehmen Gehalt und Bonus in USD Gesamtverdienst (inkl. Aktienoptionen) in USD
Barry Diller IAC/InterActiveCorp 4.770.153 295.136.421
Richard Fairbank Capital One Financial 136.725 249.420.163
Eugene Isenberg Nabors Industries 4.112.661 203.431.397
Terry Semel Yahoo 600.000 182.889.082
Bruce Karatz KB Home 6.387.744 156.301.690
Angelo Mozilo Countrywide Financial 22.570.546 141.975.114
Quelle: Reuters/The Corporate Library:

In die ermittelten Durchschnittswerte sind die Aktienoptionen eingerechnet. Diese Form der Vergütung breitet sich in den Vereinigten Staaten immer weiter aus - seit den Bilanzskandalen der vergangenen Jahre wächst aber die Kritik. Unter den zehn bestbezahlten Managern des Landes machten diese Optionen der Studie zufolge 2005 mehr als drei Viertel der Bezüge aus. Diese Optionen ermöglichen es, ab einem bestimmten Zeitpunkt Aktien des eigenen Konzerns zu einem festgelegten und generell sehr günstigen Preis zu kaufen und bei einem höheren Börsenkurs wieder zu verkaufen.

tim/AFP

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