USA Dresdner Bank droht Millionenklage
München - Die Bank habe der Mannheimer Staatsanwaltschaft im Februar vergangenen Jahres ohne die notwendige gerichtliche Verfügung vertrauliche Informationen über ihren Bankkunden geliefert, teilte Dogmochs Anwalt Richard Hines mit. Außerdem sei eine Überweisung von acht Millionen Euro nicht ausgeführt worden. Dadurch seien Dogmoch hohe wirtschaftliche Schäden entstanden.
Die Mannheimer Staatsanwaltschaft verdächtigt Dogmoch des schweren Betruges. Er soll die beiden ehemaligen Geschäftsführer des im baden-württembergischen Ettlingen ansässigen Unternehmens FlowTex, Manfred Schmider und Klaus Kleiser, unter anderem bei der Beschaffung von Scheinrechnungen unterstützt haben. Schmider und Kleiser sitzen seit Februar 2000 in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen bandenmäßigen Betrug mit einem Schaden von rund vier Milliarden Mark vor.
Mit angeklagt ist außerdem der Ex-Banker Karl Schmitz sowie die frühere Geschäftsführerin Angelika Neumann. Nach Überzeugung der Ermittler haben die Verdächtigen rund 120 Banken und Leasinggesellschaften betrogen. Mit Hilfe manipulierter Dokumente sollen sie ihnen die Existenz von rund 3500 Bohrsystemen vorgetäuscht haben, von denen sie tatsächlich nur einen kleinen Teil besaßen.