USA: Greenspan sieht kräftiges Wachstum - DER SPIEGEL
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USA Greenspan sieht kräftiges Wachstum

Die US-Notenbank sieht eine deutlich steigende Wirtschaftsaktivität im gesamten Land. Besonders der Einzelhandel erhole sich, heißt es im Konjunkturbericht. Fed-Chef Alan Greenspan bereitet die Märkte auf höhere Zinsen vor.
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New York - Laut Konjunkturbericht der US-Notenbank (Beige Book) ist die Wirtschaftsaktivität in den USA im Zeitraum Mitte Februar bis Anfang April gestiegen. Die Erholung sei im Einzelhandel besonders stark gewesen. Die Kreditvergabe steige und die Qualität der Kredite bleibe solide, teilte die Notenbank am Mittwoch Abend mit. Auch der Arbeitsmarkt habe sich leicht erholt, während die Löhne moderat wüchsen.

Viele Distrikte hätten einen moderaten Anstieg der Verbraucherpreise gemeldet. Jedoch seien die Preise zahlreicher Waren und Vorprodukten deutlich angezogen.

"Wirtschaft kann höhere Zinsen verkraften"

US-Notenbankchef Alan Greenspan hatte die Finanzmärkte zuvor in einer Anhörung vor einem Parlamentsausschuss auf steigende Leitzinsen in den USA vorbereitet, jedoch kein Signal für einen Zinsschritt schon in den kommenden Monaten gegeben. Nach Greenspans Einschätzung ist die US-Konjunktur in eine Phase kräftigeren Wachstums eingetreten, in der möglicherweise höhere Zinsen nötig seien, um einem Inflationsdruck vorzubeugen.

"Das Zins-Thema wird uns weiter begleiten, wir wissen aber, dass die Zinsen steigen werden", sagte Rick Jandrain von Banc One Investment Advisors. "Die schlechte Nachricht bei steigenden Zinsen ist, dass dies einen vielfältigen Druck ausüben wird. Die gute ist, dass sie es tun, weil die Wirtschaft wirklich stark ist. Und das ist gut für die Unternehmenszahlen."

Angel Mata von Legg Mason Wood sagte, dass die Märkte derzeit auf höhere Zinsen und Inflationsängste überreagierten. Aber auch Mata zeigte sich überzeugt: "Die Wirtschaft hier kann höhere Zinsen verkraften."