USA: Hohe Absatzeinbrüche bei Autobauern - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

USA Hohe Absatzeinbrüche bei Autobauern

Daimler, Porsche, Toyota, Audi, BMW und General Motors: Der Januar war für Autobauer in den USA ein extrem schlechter Monat. Diverse Hersteller beklagen starke Absatzrückgänge. Einzig ein in Nordamerika noch junges Modell aus Europa widersetzte sich dem Trend.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Die Pkw-Sparte von Daimler   hat in den USA im Januar einen Absatzrückgang von 35,5 Prozent auf 12.209 Fahrzeuge hinnehmen müssen. Dabei ist das Minus vollständig auf die Kernmarke Mercedes-Benz zurückzuführen, wie aus der Mitteilung des Unternehmens vom Dienstag hervorgeht. Der smart verkaufte sich dagegen weiterhin hervorragend. Der Absatz des Kleinwagens legte mit 1776 Fahrzeugen um mehr als 177 Prozent zu. Dabei gilt es jedoch zu berücksichtigen, dass der Stadtwagen erst vor einem Jahr in der zweiten Januarhälfte in den US-Markt eingeführt wurde. Die Verkäufe der Kernmarke Mercedes-Benz sanken um 42,9 Prozent auf 10.433 Einheiten.

Toyota-Händler in den USA: Kein großer Andrang potentieller Kundschaft

Toyota-Händler in den USA: Kein großer Andrang potentieller Kundschaft

Foto: AFP

36 Prozent weniger Fahrzeuge hat Sportwagenbauer Porsche   im Januar in Nordamerika verkauft. Davon entfielen 1658 Einheiten auf die USA und 88 Autos auf Kanada. Besonders deutlich war der Rückgang mit 46 Prozent bei der Sportwagen-Baureihe 911, teilte das Unternehmen am Dienstag in Stuttgart mit. Dieser Wert zeige, dass sich auch Porsche nicht der konjunkturbedingten Nachfrageschwäche entziehen könne. Noch schlimmer fiel die Einbuße mit 65 Prozent auf 274 Einheiten bei der günstigeren Baureihe Boxster/Cayman aus. Die neue Modellgeneration dieser Mittelmotor-Baureihe geht in Nordamerika im März an den Start. Relativ stabil hielt sich der Geländewagen Cayenne, der mit 1010 Einheiten das Vorjahresniveau nahezu halten konnte.

Der japanische Automobilhersteller Toyota   hat im Januar in den USA mit den Marken Toyota, Scion und Lexus einen Absatzrückgang von 34,4 Prozent auf 117.287 Einheiten verbucht. Die Einbußen hätten alle Marken und Modelle betroffen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Torrance mit.

Auch US-Autohersteller General Motors  (GM) hat im Januar erneut einen Absatzeinbruch erlitten. Im vergangenen Monat seien 129.227 Einheiten und damit 49 Prozent weniger als vor einem Jahr verkauft worden, teilte das Unternehmen am Dienstag in Detroit mit.

BWM und Audi ebenfalls mit großen Absatzverlusten

Der Absatz von BMW in den USA ist im Januar ebenfalls eingebrochen. Die BMW Group habe im vergangenen Monat 14.314 Einheiten und damit 15,5 Prozent weniger verkauft als im Vorjahreszeitraum, teilte das Unternehmen mit. Dabei machte sich der Rückgang sowohl bei der Marke BMW mit einem Minus von 15,5 Prozent, als auch bei der Marke MINI mit einem Rückgang um 15,4 Prozent annähernd gleich stark bemerkbar

Auch Audi   hat einen herben Absatzverlust in den USA hinnehmen müssen. Die Verkaufszahlen der Volkswagen-Tochter seien im Vergleich zum Vorjahr um 26,4 Prozent auf 4.722 Stück gesunken, teilte das Unternehmen mit.

fsc/dpa-AFX/dpa