USA-Kapitallücke von 650 Milliarden Dollar?
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DER SPIEGEL 22/1975
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Die Amerikaner, reichste Nation und größter Kapitalgeber der Welt, werden künftig womöglich nicht mehr die Gelder aufbringen können, die sie selber für neue Fabriken und Maschinen brauchen. James Needham, Vorsitzender der New York Stock Exchange, prophezeit für die nächste Dekade eine Kapitallücke von mindestens 650 Milliarden Dollar. Weil die Möglichkeiten zur Eigenkapitalbeschaffung durch Inflation, Rezession und Gewinnschwund ständig schrumpfen, müssen sich die Unternehmen zunehmend über den freien Kapitalmarkt finanzieren. Da die Amerikaner aber mehr konsumieren und weniger sparen als jede andere Industrienation, entsteht, so fürchten Experten, eine gewaltige Kapitallücke.