USA: Wirtschaftswachstum stärker als erwartet - DER SPIEGEL
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Aufschwung US-Wirtschaft wächst überraschend stark

Während die Eurozone in der Krise steckt, wächst die Wirtschaft in den USA stärker als erwartet. Im dritten Quartal legte das Bruttoinlandsprodukt mit einer Jahresrate von 3,5 Prozent zu. Ein Grund sind steigende Verteidigungsausgaben.
US-Kriegsschiff (Archivbild): Auch die Rüstungsausgaben treiben die Wirtschaft
US-Kriegsschiff (Archivbild): Auch die Rüstungsausgaben treiben die Wirtschaft

US-Kriegsschiff (Archivbild): Auch die Rüstungsausgaben treiben die Wirtschaft

Foto: DPA/EPA/MC1
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Washington - Die amerikanische Wirtschaft ist im dritten Quartal überraschend stark gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 3,5 Prozent zu, wie das Handelsministerium in Washington mitteilte. Damit war der Anstieg deutlich stärker als von den meisten Ökonomen erwartet.

Die US-Wirtschaft befindet sich schon seit dem Frühjahr in einem kräftigen Aufschwung. Im zweiten Quartal war das BIP sogar um 4,6 Prozent gestiegen.

"Die Zahlen bestätigen die hohe Dynamik der US-Konjunktur", sagte Ökonom Johannes Jander von der Landesbank Helaba. Die weltgrößte Volkswirtschaft bleibt damit eine der globalen Wachstumslokomotiven. Der Internationale Währungsfonds sagt voraus, dass sie im laufenden Jahr mit 2,2 Prozent so stark zulegen wird wie kaum ein anderes großes Industrieland. 2015 soll es demnach sogar ein Plus von 3,1 Prozent geben.

Im Sommerquartal wurde die US-Wirtschaft vor allem durch steigende Exporte angetrieben. Die Ausfuhren zogen um 7,8 Prozent an. Aber auch andere Bereiche der Wirtschaft legten kräftig zu: So investierten die Unternehmen 5,5 Prozent mehr und die Verbraucher erhöhten ihre Konsumausgaben. Auch der Staat trug zum Wachstum bei. Er steigerte seine Rüstungsausgaben so kräftig wie seit mehr als fünf Jahren nicht mehr.

Angesichts der guten Konjunktur stellt die US-Zentralbank Fed ihre milliardenschweren Geldspritzen zum Monatsende ein. Seit Ausbruch der Finanzkrise 2008 hatte sie ihre Bilanz auf mehr als vier Billionen Dollar aufgebläht - vor allem durch die Aufkäufe von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren. So wollte sie die Zinsen drücken und die Konjunktur anschieben.

Nun, da die Wirtschaft wieder stark wächst und die Arbeitslosigkeit gesunken ist, will die Fed die Anleihekäufe beenden. Der Leitzins soll aber noch "geraume Zeit" auf dem Rekordtief von null bis 0,25 Prozent verharren.

stk/Reuters