Variabel verzinst - DER SPIEGEL
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ANLEIHEN Variabel verzinst

• aus DER SPIEGEL 39/1997
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Aus Angst vor Kursverlusten im Gefolge von steigenden Preisen und Zinsen stoßen derzeit viele Anleger ihre Aktien und Rentenwerte ab. Sie schichten um in Anleihen, die variabel verzinst werden, kurz Floater genannt. Derartige Papiere sind in Deutschland seit 1985 bekannt. Der Coupon der Floater ist zumeist an die zwischen Banken gehandelten Geldmarktsätze in London (Libor) oder Frankfurt (Fibor) gekoppelt, bisweilen aber auch an den deutschen Rentenindex (Rex). Die Papiere sind jederzeit handelbar, das Kursrisiko bleibt gering. Dafür zahlen die Anleger einen Preis. Floater werfen niedrigere Renditen ab als langfristige Anleihen. Bleiben die Zinsen stabil, fahren die Anleger mit Rentenpapieren besser. Dann bringen auch Floater nur Magerzinsen.

Wolfgang Bittner
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