ANLEIHEN Variable Sicherheit
In Zeiten unsicherer Aktienmärkte und steigender Zinsen empfehlen viele Finanzexperten ihren Kunden, so genannte Floating Rate Notes ins Depot zu legen. Dabei handelt es sich um Anleihen, deren Zinssatz variabel ist und meist alle drei Monate oder auch halbjährlich an einen Referenzzins, wie beispielsweise den entsprechenden Geldmarktsatz, angeglichen wird. Vorteil für den Anleger: Der Preis seiner Anleihe sinkt nicht, wenn die Zinsen weiter steigen. Die Anleihen notieren deshalb meist um ihren Ausgabekurs, »lediglich eine verschlechterte Bonität, vor allem bei Firmenanleihen, lässt die Preise purzeln - und umgekehrt«, sagt der Rentenanalyst der Commerzbank, Peter Müller. Bei Staatsanleihen ausländischer Emittenten wirkt sich vor allem eine Veränderung des Wechselkurses auf den Preis der Papiere aus. Inzwischen werden mehr als ein Drittel aller Anleihen mit einem variablen Zinssatz emittiert. Anleger sollten jedoch darauf achten, nur Papiere zu kaufen, die oft gehandelt werden - und somit liquide sind.