VEBA: Brüssel genehmigt Fusion mit VIAG - DER SPIEGEL
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VEBA Brüssel genehmigt Fusion mit VIAG

VEBA-Chef Ulrich Hartmann hatte allen Grund zur Freude. Die EU-Wettbewerbskommission habe der Fusion zwischen VEBA und VIAG unter Auflagen zugestimmt, verkündete er auf der Hauptversammlung in Essen.
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Essen - "Wir haben uns Anfang vergangener Woche mit der EU-Kommission über die Bedingungen für die kartellrechtliche Freigabe geeinigt", frohlockte Hartmann. Das grüne Licht aus Brüssel kostet den aus VEBA und VIAG entstehenden Konzern E.ON allerdings nach Darstellung Hartmanns eine Reihe von Beteiligungen an deutschen Energieunternehmen.

Gemeinsam mit der VIAG sei die Verpflichtung abgegeben worden, die Beteiligungen an VEAG/Laubag, Bewag, HEW und VEW zu verkaufen, so der VEBA-Chef. Außerdem werde die PreussenElektra an der Grenze zu Dänemark weitere Durchleitungskapazitäten zur Verfügung stellen. Ein weiterer Punkt betreffe die Stromdurchleitung zwischen der so genannten Nord- und Südzone in Deutschland, für die E.ON keine Transitgebühr erheben werde.

Die EU-Kommission wollte die Angaben der VEBA nicht kommentieren. "Keine Reaktion", sagte eine Sprecherin von EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti in Brüssel. Die Kommission wolle ihre Wettbewerbsentscheidung über die Fusion wie geplant am 7. Juni treffen.

"Die Zusagen an die Kommission bewegen sich im Rahmen der Erwartungen, wir haben ihre wirtschaftlichen Auswirkungen von Anfang an einkalkuliert", betonte Hartmann. Die Abgabe des ostdeutschen Stromversorgers VEAG falle VEBA nicht leicht, weil das Unternehmen mittelfristig gute Perspektiven habe. Die Kartellbehörden wollten offenbar im deutschen Markt einen weiteren großen Akteur etablieren. Auch RWE und VEW müssten ihre Anteile an der VEAG abgeben. Für den Anteilsverkauf sei eine Investmentbank eingeschaltet worden.

Im laufenden Jahr erwarte die VEBA trotz Strompreissenkungen ein insgesamt höheres Betriebsergebnis. Seit der Liberalisierung hätten die Strompreise für Tarifkunden in Deutschland um durchschnittlich 20 Prozent nachgegeben, sagte Hartmann auf der Hauptversammlung. Sogar bis zu 60 Prozent seien es in der Wirtschaft gewesen. Schon im kommenden Jahr werde das Stromergebnis durch Absatzzuwächse und der Fusion mit dem Bayernwerk wieder Auftrieb erhalten.