VEBA-VIAG: Fusionskandidaten wollen Kassen machen - DER SPIEGEL
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VEBA-VIAG Fusionskandidaten wollen Kassen machen

Die Chefs von VEBA und VIAG wollen nach dem Zusammenschluss ihrer Unternehmen Milliarden aus dem Verkauf von Firmenteilen einehmen. Die Erlöse sollen der Expansion dienen.
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Hamburg - Ulrich Hartmann (VEBA) und Wilhelm Simson (VIAG) sagten der "Financial Times Deutschland", sie rechneten damit, dass 10 bis 15 Milliarden Euro aus dem Verkauf von Anteilen herausspringen würden, die nicht zum Kerngeschäft der Energieriesen zählen. Beide Unternehmen wollen rückwirkend zum 1. Januar fusionieren, wenn die Kartellbehörden in Brüssel zustimmen.

Mit den geplanten Verkäufen rüstet sich die Gruppe der Zeitung zufolge für Expansionspläne nach dem Zusammenschluss. Zur Disposition stünden unter anderem die Verpackungshersteller Gerresheimer Glas und Schmalbach-Lubeca sowie die Handelsgesellschaft Klöckner & Co.

Hartmann kündigte weitere Akquisitions-Schritte in Europa an. Seit der Fusionsankündigung hätten bereits mehrere mögliche Partner angeklopft. "Wir sind in Deutschland der interessanteste Kandidat für Allianzen", sagte Hartmann.

Klöckner teilte zu den Verkaufsplänen der Muttergesellschaft VIAG mit, bis Ende März solle ein Verkaufsprospekt vorliegen, den die Deutsche Bank erstellt. Einen festen Zeithorizont für die Veräußerung gebe es nicht, doch soll sie im ersten Halbjahr über die Bühne gehen, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch. Von konkreten Kaufinteressenten wisse er nichts. Die VIAG-Tochter Gerresheimer Glas wollte zu den Plänen des Münchner Konzerns nicht Stellung nehmen. Eine VIAG-Sprecherin hatte zuvor erklärt, für Gerresheimer liefen bereits konkrete Verhandlungen mit einem ernsthaften Interessenten. Potenzielle Käufer gebe es auch für Klöckner. Die Töchter sollten im Laufe des Frühjahrs verkauft werden.