Ver.di und Post AG: Einigung auf Beschäftigungspakt - DER SPIEGEL
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Ver.di und Post AG Einigung auf Beschäftigungspakt

Die Arbeitsplätze der 240.000 Postangestellten sind für die nächsten fünf Jahre sicher. Deutsche Post AG und die Gewerkschaft Ver.di einigten sich am Samstag auf einen Beschäftigungspakt.
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Berlin - Dem Pakt zufolge sind betriebsbedingte Kündigungen bis zum 31. März 2008 ausgeschlossen. Zudem verzichtet die Post bis Ende 2006 - von einem eng begrenzten Pilotversuch abgesehen - in den rund 95.000 Bezirken der Brief- und Paketzustellung auf eine Auftragsvergabe an andere Unternehmen.

Dafür enthält die Vereinbarung nach Angaben der Post unter anderem den Verzicht auf zwei arbeitsfreie Tage sowie die freiwillige Verlängerung der Wochenarbeitszeit bis 48 Stunden in der Zustellung. Außerdem werde die Verbundzustellung, also die gemeinsame Lieferung von Briefen und Paketen vom Briefzusteller, ausgeweitet.

Post-Chef Klaus Zumwinkel sprach von einem "für Deutschland einmaligen Beschäftigungspakt". Die erreichte Flexibilität komme den Kunden zugute und stärke die Position der Post im Paketmarkt. In der "Welt am Sonntag" bezifferte er die mit dem Pakt erzielten Einsparungen auf einen dreistelligen Millionenbetrag pro Jahr.

Ver.di-Verhandlungsführer Rolf Büttner betonte, dass die Einigung trotz schwieriger Ausgangsbedingungen erzielt werden konnte. Im Gegenzug könne sich die Post AG durch eine neue Betriebsorganisation auf veränderte Wettbewerbsbedingungen einstellen. Im nächsten Schritt solle jetzt über eine Flexibilisierung der Arbeitszeit verhandelt werden.

Der ehemalige Vorstandsvorsitzende und jetzige Aufsichtsratschef der Lufthansa, Jürgen Weber, soll nach Informationen des "Spiegels" auch Aufsichtsrat bei der Deutschen Post AG werden. Weber solle Alfred Schindler ablösen, der bislang für die Eigentümerseite in dem Gremium saß. Post-Chef Zumwinkel gehört dem Aufsichtsrat der Lufthansa an.