Verbraucher: CDU-Experte wirft Öl-Konzernen Raffgier vor - DER SPIEGEL
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Verbraucher CDU-Experte wirft Öl-Konzernen Raffgier vor

Der Dollar fällt, die Rohölpreise sinken - und trotzdem steigen die Benzinpreise munter weiter. Mehr als 10 Cent zu viel werde dem deutschen Verbraucher derzeit für den Liter Benzin abgeknöpft, kritisieren deshalb die Energie-Experten von CDU und CSU.
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Hamburg - Deutsche Autofahrer müssten ungerechtfertigt viel für Kraftstoff zahlen, sagte CDU-Wirtschaftsexperte Günter Reisner der "Bild"-Zeitung. "Aus reiner Raffgier werden Verbrauchern derzeit 12 Cent pro Liter zu viel abgeknöpft", sagte der Meppener Energie-Experte der CDU/CSU-Mittelstandsvereinigung. Dadurch würden die Unternehmen pro Tag jeweils mehr als 20 Millionen Euro zu viel kassieren.

Nach der Analyse von Öl- und Benzinpreisen sowie Dollar- und Euro-Kursen werde schon das Rohöl "klar überteuert" gehandelt: "Die Förderung läuft auf Hochtouren, trotzdem wird ständig von Ölknappheit fabuliert, was den Preis künstlich hoch hält." Auch der starke Kurs des Euro zum Dollar komme nicht etwa dem Endkunden, sondern nur den Konzernen zugute: "Sie kaufen günstiger ein und behalten den Vorteil allein für sich", sagte Reisner.

Nach Angaben Reisners hat die Mittelstandsvereinigung bereits das Kartellamt über die Ergebnisse des Daten-Abgleichs benachrichtigt und wolle auch Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) über die Resultate informieren.

sam/ddp