Verbraucherpreise: Strom und Lebensmittel heizen Inflation an - DER SPIEGEL
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Verbraucherpreise Strom und Lebensmittel heizen Inflation an

Im Juli ist das Leben für die Verbraucher spürbar teurer geworden – ein Plus von 1,9 Prozent verzeichneten die Statistiker im Vergleich zum Vorjahresmonat. Anheizer waren die Preise für Strom und Lebensmittel.
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Wiesbaden - Die Strompreise stiegen demnach binnen eines Jahres um 6,8 Prozent und damit so stark wie seit acht Jahren nicht mehr, wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte. Die Preise für Nahrungsmittel zogen gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,9 Prozent an. Teurer wurde vor allem Vollmilch (plus 7,8 Prozent), H-Milch (plus 5,8 Prozent), Butter (plus 3,9 Prozent) sowie Brot- und Getreidewaren (plus 2,2 Prozent).

Gedämpft wurde die Inflation durch die Entwicklung der Preise für Mineralölprodukte. So verbilligte sich leichtes Heizöl gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,2 Prozent, Benzin und Diesel verteuerten sich nur leicht um 0,3 Prozent. Gedrückt wurde die Inflation wie schon in den vergangenen Jahren auch von den fallenden Preisen für Computer (minus 12,0 Prozent) und für Unterhaltungselektronik (minus 8,7 Prozent). Im Mai und im Juni hatte die Inflation ähnlich hoch bei 1,9 Prozent und 1,8 Prozent gelegen.

Im Vergleich zum Juni zogen die Preise ungewöhnlich stark um 0,4 Prozent an. Dafür war unter anderem der Preisanstieg für Heizöl (plus 3,6 Prozent) und Kraftstoff (plus 1,2 Prozent) sowie die zu Ferienbeginn erheblich teurer gewordenen Pauschalreisen (plus 16,3 Prozent) und Unterkünfte (plus 9,0 Prozent) verantwortlich. Besonders stark zogen die Preise für Ferienwohnungen (plus 30,2 Prozent) an. Nahrungsmittel verteuerten sich von Juni auf Juli nur leicht um 0,2 Prozent. Allerdings stieg wie schon im Vormonat der Preis für die Milch deutlich - bei Vollmilch um 4,1 Prozent, bei H-Milch um 2,5 Prozent.

mik/AFP/dpa