Verbraucherpreise Teuerung legt leicht zu
Luxemburg - Wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Montag in Luxemburg mitteilte, erhöhte sich der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) gegenüber Januar um 0,4 Prozent, wodurch die entsprechende Jahresteuerung auf 1,2 Prozent stieg. Damit wurde eine Vorabschätzung der Euro-Statistiker vom 2. März bestätigt. Im Januar hatte die Jahresteuerung mit 1,1 Prozent den niedrigsten Stand seit Juli 1999 verzeichnet. In der gesamten EU stiegen die Preise verglichen mit dem Februar 2008 durchschnittlich um 1,7 Prozent.
Trotz des leichten Anstiegs im Februar liegt die Inflationsrate aber noch immer deutlich unter der Preisstabilitätsnorm der Europäischen Zentralbank (EZB) von "unter, aber nahe zwei Prozent". Beobachter gehen davon aus, dass die Teuerung im Euroraum in den kommenden Monaten wieder zurückgehen wird. Vor dem Hintergrund der auf Jahressicht deutlich niedrigeren Energiepreise und angesichts der schweren Rezession werden bis Jahresmitte sogar negative Jahresteuerungsraten erwartet.
Wie Eurostat weiter mitteilte, sank die Erwerbstätigkeit im Euroraum in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent oder 453.000 Personen. Im dritten Quartal 2008 war die Beschäftigung im Euroraum bereits um 0,1 Prozent zurückgegangen.
Eurostat schätzt, dass zwischen Oktober und Dezember 2008 saisonbereinigt 145,4 Millionen Personen im Euroraum erwerbstätig waren. Damit lag die Beschäftigung im vierten Quartal 2008 auf demselben Niveau wie im Vorjahreszeitraum. Im Gesamtjahr stieg die Beschäftigung in der Eurozone den Angaben zufolge um 0,8 Prozent oder 1,13 Millionen Personen, nach einem Plus von 1,8 Prozent im Jahr 2007.