INVESTMENTFONDS Verdächtige Geschäfte
Jürgen Meyer, der Frankfurter Fondsmanager der Schweizer Privatbank Julius Bär, hat während seiner Zeit als Manager von Neue-Markt-Fonds zweimal gegen interne Richtlinien verstoßen. Die Regelverletzungen waren so gravierend, dass sie auch in einer externen Sonderprüfung von der Bankenaufsicht moniert wurden. Trotzdem stieg Meyer in der internen Hierarchie von Julius Bär auf: Er verwaltet seit einigen Wochen den German Value Stock Fund und den Patagon Deutsche Aktien Fonds mit einem Anlagevermögen von 440 Millionen Euro. Zu den verdächtigen Geschäften gehört unter anderem der Handel mit Aktien der am Neuen Markt notierten Caatoosee AG. So wie andere Manager bei Julius Bär wusste Meyer, dass sich das Finanzergebnis der Gesellschaft dramatisch verschlechtern würde, weil Julius Bär einen Spezialfonds für Caatoosee verwaltete. »Es gab keinen Handel mit Insiderwissen«, weist Jürg Stähelin, der Sprecher von Julius Bär, Verdächtigungen zurück, bestätigt aber Verstöße gegen interne Richtlinien.