Verdienen mit Einstein - DER SPIEGEL
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COMPUTER Verdienen mit Einstein

• aus DER SPIEGEL 22/2000
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der Telekommunikationsunternehmer Martin Varsavsky könnte der Universität in Jerusalem zu unerwarteten Mehreinnahmen verhelfen. Der in Amerika ausgebildete Argentinier war Anfang der neunziger Jahre ins Telekommunikationsgeschäft eingestiegen und wurde mit seinen Firmen Viatel und Jazztel zum Milliardär. Varsavskys neuester Plan ist die Vermietung von Software via Internet unter dem Slogan »Einfach ist am schlauesten«. Dafür gründete er in Elmshorn bei Hamburg die Firma Einsteinet und ziert seine Website mit einem Porträt von Albert Einstein. Doch Varsavsky hatte die Rechnung ohne den in Kalifornien ansässigen Anwalt Roger Richman gemacht. Richman vertritt die Erben verstorbener Stars und Prominenter, darunter auch die Hebrew University in Jerusalem, der Einstein 1955 den größten Teil seines Nachlasses vermacht hatte. Nun muss Varsavsky für die Verwendung des berühmten Namens nicht nur ein Nutzungshonorar zahlen, sondern auch eine Umsatzprovision nach Israel abführen. Für die Universität könnte dabei eine nette Summe herausspringen. Immerhin strebt Varsavsky mit der als Zukunftsgeschäft geltenden Vermietung von Software bis zum Jahre 2003 in Europa einen Umsatz von mehr als sechs Milliarden Dollar an.

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