Verfahren: Netzagentur geht gegen Gaskonzerne vor - DER SPIEGEL
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Verfahren Netzagentur geht gegen Gaskonzerne vor

Die Bundesnetzagentur kämpft für mehr Wettbewerb am Gasmarkt: Sie leitet gegen E.on, RWE und andere Gasnetzbetreiber ein Missbrauchsverfahren ein. Den Firmen droht nun eine Zwangsfestlegung ihrer Teilnetze.
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Bonn - Der Druck auf die Gasnetzbetreiber steigt: Es bestehe der Verdacht, dass sie gegen Vorgaben zu einfacheren Netzstrukturen verstoßen oder sie missachten, sagte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, in Bonn. Deshalb hat die Regulierungsbehörde jetzt ein Verfahren gegen fünf deutsche Betreiber von Gasnetzen eingeleitet, darunter auch RWE   und E.on  .

Die Regeln der Bundesnetzagentur sehen unter anderem vor, dass Netzbetreiber ihre sogenannten Teilnetze geringhalten müssen. Durch die Zusammenlegung der Teilnetze wird neuen Anbietern der Marktzugang erleichtert. Auch würde der Transport vereinfacht und die Kapazitäten könnten besser verteilt werden. "Die Unternehmen haben ohne stichhaltige Begründung ihre Zusagen zur Zusammenlegung widerrufen", sagte Kurth.

Der Schritt sei aber dringend notwendig, um den noch immer unzureichenden Wettbewerb im Gasmarkt voranzubringen. Damit könnten laut Kurth auch günstigere Bedingungen für die Verbraucher zum Wechsel ihrer Gasanbieter geschaffen werden. Als Ergebnis des Verfahrens droht den Unternehmen eine behördliche Festlegung der Teilnetze durch die Netzagentur.

Verbraucher müssen indes schon bald mehr für Gas bezahlen: Insgesamt 276 Anbieter in Deutschland wollen ihre Preise um bis zu 31 Prozent anheben, berichtet das Verbraucherportal Verivox. Aribert Peters vom Bund der Energieverbraucher nannte die Steigerungen "unglaublich" und "astronomisch".

cvk/Reuters/dpa-AFX

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