Verfehlte Ziele: Sparprobleme bei Airbus - DER SPIEGEL
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Verfehlte Ziele Sparprobleme bei Airbus

Beim Flugzeughersteller Airbus kriselt es weiter: Einer Zeitung zufolge liegt die EADS-Tochter mit ihrem Kostensenkungsplan weit hinter ihren Zielen für dieses und nächstes Jahr zurück. Unterdessen soll der Verkauf der Airbus-Anteile der britischen BAE an EADS heute abgesegnet werden.
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Paris - "Route 2006" hieß der ambitiöse Plan, mit dem der Flugzeugbauer Airbus Kosten senken wollte. Ab diesem Jahr sollten jährliche Einsparungen von rund 1,5 Milliarden Euro erzielt werden. Die Tochter des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS   hatte mit dem Sparprogramm im Jahr 2003 begonnen. Doch schon 2006 liege der Rückstand zu den eigentlichen Zielen bei fast 300 Millionen Euro, wie die Zeitung "La Tribune" berichtet.

2007 dürfte sich das Vorhaben zwar etwas besser entwickeln, heißt es in dem Bericht weiter. EADS-Finanzvorstand Hans Peter Ring gehe allerdings nur von einer "partiellen" Verbesserung aus. Dies habe er im Gespräch mit Analysten jüngst damit begründet, dass sich die Rohstoffkosten auf 100 Millionen von 50 Millionen Euro verdoppelt hätten. Auch habe er erläutert, dass die Verzögerung bei der Auslieferung des Super-Jumbos A380 die Kosten von Airbus in die Höhe trieben, schreibt "La Tribune".

Die britische BAE Systems wird dem britischen "Independent" zufolge unterdessen heute dem Verkauf des Anteils am Flugzeugbauer Airbus zustimmen. Wie das Blatt ohne Angaben von Quellen berichtete, soll das BAE-Board bei einer Sitzung dem Verkauf des 20-prozentigen Anteils an den Mehrheitseigentümer EADS absegnen. Die Investmentbank Rothschilds habe den Wert auf 1,9 Milliarden Pfund (etwa 2,8 Milliarden Euro) geschätzt, teilte das Blatt mit. BAE war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

ase/Dow Jones/reuters