Vergleichstest Kostenfalle Girokonto
Berlin - In ihrer Zeitschrift "Finanztest" (Ausgabe 6/2001) hat die Stiftung Warentest in Berlin die Angebote von 48 Kreditinstituten unter die Lupe genommen. Das günstigste Konto kostete den Bankkunden nichts, das teuerste brachte es auf 367 Mark im Jahr.
Bei dem Vergleich schnitt die Sparda-Bank Berlin am besten ab: Sie bietet laut Stiftung Warentest ein Girokonto mit EC- und Kreditkarte zum Nulltarif an, ohne dass Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Beim teuersten Anbieter, der Hypovereinsbank, zahlen Kunden dagegen mehrere 100 Mark im Jahr, wenn sie viele Kontobewegungen und im Schnitt ein Guthaben von weniger als 2500 Mark pro Quartal haben.
Wer bereits ein teures Girokonto hat, muss nicht automatisch die Bank wechseln, raten die Experten. Möglicherweise gebe es bei der Hausbank ein günstigeres Kontomodell. Geld sparen lasse sich zudem durch die Benutzung von kostenlosen Kontoauszugsdruckern,
Selbstbedienungsterminals und Geldautomaten.
"Der Kunde sollte darauf achten, dass es zu seinem Konto möglichst viele Geldautomaten gibt, an denen er kostenlos Geld ziehen kann", so "Finanztest". Wenn das Abheben von Bargeld teuer oder der Weg zum nächsten Geldautomaten weit sei, verpuffe die Ersparnis durch ein kostenloses Konto.