Verhandlungen geplatzt: Andersen-Tochter verprellt KPMG - DER SPIEGEL
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Verhandlungen geplatzt Andersen-Tochter verprellt KPMG

Die nicht-amerikanischen Andersen-Töchter werden offenbar nicht mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG fusionieren. Schuld daran ist die spanische Andersen-Tochter.
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London - Wie die Nachrichtenagentur Reuters mit Berufung auf verhandlungsnahe Kreise berichtet, sind die seit zwei Wochen andauernden Verhandlungen mit KPMG gescheitert. Der Grund: Die spanische Andersen-Tochter habe sich entschieden, mit dem Konkurrenten Deloitte & Touche wegen der Enron-Pleite eine Partnerschaft einzugehen. Andersen España ist die größte Tochter der stark gebeutelten amerikanischen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Kontinentaleuropa. Außerdem sollten die Spanier den Zugang zu dem lateinamerikanischen Markt für KPMG sichern.

Unterdessen will Andersen von einem Scheitern der Gespräche nichts wissen. Dies seien Gerüchte und Spekulationen, sagte ein Sprecher der Dachorganisation, Andersen Worldwide, in London. Die Verhandlungen in Großbritannien gingen weiter.

Nach Expertenschätzungen würden die Entlassungen der US-amerikanischen Muttergesellschaft in die Tausende gehen, schreibt die "Los Angeles Times". Andersen habe seit Dezember zehn Prozent seines USA-Geschäftes verloren. Die endgültige Entscheidung über den Zeitpunkt und die Zahl der Entlassungen sei allerdings noch nicht gefallen, sagte ein Andersen-Unternehmenssprecher. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beschäftigt 28.000 Mitarbeiter in den USA.