Verkauf der Dresdner Bank: Commerzbank und Allianz fast einig - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Verkauf der Dresdner Bank Commerzbank und Allianz fast einig

Umwälzung in der Bankenlandschaft: Die Commerzbank steht mehreren Zeitungsberichten zufolge kurz vor der Übernahme der Dresdner Bank. In den Verhandlungen gehe es nur noch um Details. Der Deutschen Bank entstünde damit ein Konkurrent um Platz eins in der Branche.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Berlin/Frankfurt am Main - Die Grundzüge der Transaktion sind offensichtlich längst geklärt. In erster Linie gehe es jetzt noch um die Höhe des Kaufpreises und die Frage, für welche Risiken die Allianz in Zukunft geradestehen soll, schreibt die "Welt". An Details wie diesen könnte der Verkauf letztlich womöglich noch scheitern. Klar sei aber, dass der Münchner Versicherungskonzern einen Anteil von knapp 30 Prozent halten wolle, und damit auch in Zukunft ein gewichtiges Wort mitzureden hätte.

Bankenviertel in Frankfurt: Die wichtigsten Eckdaten sind verabredet

Bankenviertel in Frankfurt: Die wichtigsten Eckdaten sind verabredet

Foto: DPA

Sollte die Commerzbank   die Dresdner Bank übernehmen, entstünde neben der Deutschen Bank   ein zweites großes Geldhaus mit rund zehn Millionen Privatkunden. Experten trauen ihm sogar zu, der Nummer eins den Rang abzulaufen.

Bereits am Wochenende hatten mehrere Zeitungen von weit fortgeschrittenen Verhandlungen berichtet. Mehrfach hatten sich die obersten Führungsgremien von Allianz   und Commerzbank schon getroffen und die wichtigsten Eckdaten verabredet. So wird die Commerzbank künftig zum Kooperationspartner der Münchner.

Als Preis sind derzeit rund neun Milliarden Euro im Gespräch. Der Betrag, für den die Allianz garantieren würde, soll bei rund einer Milliarde Euro liegen. Die müsste dann rein rechnerisch vom Kaufpreis abgezogen werden, sagt ein Branchenkenner.

Außerdem seien einige wichtige technische Details noch nicht geklärt. Für den Fall, dass das Geschäft noch scheitert, halte sich die Allianz weitere Interessenten warm. Angeblich spricht sie auch mit der China Development Bank.

mik/dpa-AFX