Verkauf der Wodka-Marke: Absolut wird französisch - DER SPIEGEL
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Verkauf der Wodka-Marke Absolut wird französisch

Sie war das Aushängeschild für Schweden - doch das ist jetzt vorbei. Die Wodka-Marke Absolut wird von dem französischen Spirituosenkonzern Pernod Ricard übernommen. Der Trost für wahre Fans: Produziert wird der Schnaps weiterhin in Schweden.
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Stockholm - Es ist ein Kauf, der sich lohnt: Mit der Übernahme des schwedischen Konkurrenten wird der französische Wein- und Spirituosenkonzern Pernod Ricard zum weltgrößten Wodka-Anbieter mit einem Marktanteil von etwa 27 Prozent. Auch im Wein- und Spirituosengeschäft steigt der Konzern zum Weltmarktführer auf. Der Kaufpreis für Vin och Sprit (V&S) liege bei 5,6 Milliarden Euro, teilten Pernod und Schwedens Regierung am heutigen Montag mit.

Zu dem Konzern, der sich bislang in Staatsbesitz befand, gehören neben dem Modewodka Absolut auch Marken wie Plymouth Gin und Cruzan Rum. Außerdem stellt das Unternehmen den dänischen Schnaps Aalborg Akvavit und den Magenbitter Gammel Dansk her. Um die Übernahme der Spirituosengruppe hatten sich zuletzt vier Bieter bemüht. Dazu gehörte auch der Rum-Hersteller Bacardi zusammen mit der schwedischen Finanzgesellschaft Investor  . Das Gebot der Franzosen habe aber "recht deutlich" über allen anderen gelegen, sagte der für Privatisierungen zuständige Kommunalminister Mats Odell.

Pernod Ricards Konzernchef Pierre Pringuet sagte, Absolut werde "mit Abstand" die größte Einzelmarke im Sortiment werden. Das Unternehmen produziert neben den klassischen Likören im eigenen Land unter anderem auch die Whisky-Marken Ballantines und Chivas Regal.

Die schwedischen Gewerkschaften äußerten sich positiv, weil die neuen Eigner die Produktion des weltweit bekannten und als besonders lukrativ geltenden Absolut-Wodkas weiter im südschwedischen Åhus belassen wollen. Die schwedische Regierung betonte, es werde nun auch leichter, innerhalb der EU offensiver für eine effektivere Begrenzung des Alkoholkonsums einzutreten.

V&S wurde 1917 als staatliche Monopolgesellschaft gegründet und ist trotz der betont restriktiven Alkoholpolitik in Schweden mit mehr als 2000 Beschäftigten zu einem der größten europäischen Alkoholhersteller geworden. Der Spirituosenkonzern ist in 126 Ländern vertreten und hat rund 2100 Mitarbeiter. Vergangenes Jahr machte er einen Umsatz von rund einer Milliarde Euro.

sam/dpa-AFX/AFP