Verkauf Mitarbeiter wollen Chrysler übernehmen
Detroit - Chrysler-Mitarbeiter hätten Konzernchef Dieter Zetsche die Übernahme der Mehrheit durch die Belegschaft und ihre Gewerkschaft vorgeschlagen, berichtet die Tageszeitung "Detroit News" heute. Eine langfristige Übernahme von 70 Prozent an Chrysler durch die Mitarbeiter hätte für den Verkäufer und Käufer große, auch steuerliche, Vorteile, schreibt demnach die Mitarbeiterin Michele Mauder vom "DaimlerChrysler Mitarbeiter Buyout-Komitee" an Zetsche. Ein Chrysler-Sprecher sagte der Zeitung, dass der Vorschlag von der Rechtsabteilung geprüft werde.
Die mächtige amerikanische Automobilarbeitergewerkschaft UAW prüfe den Vorschlag ihrer Mitarbeiter, die im Werk Toledo bei Detroit das Komitee gegründet haben, hieß es weiter. Die Chrysler-Beschäftigten fürchten, dass bei einer Übernahme durch einen Finanzinvestor ihre Firma Stück für Stück verkauft würde. Sollte sich DaimlerChrysler zu einem Verkauf entschließen, würde man den kanadischen Zulieferer Magna bevorzugen, schreibt das Komitee an Zetsche. Als andere Interessenten gelten die Finanzinvestoren Cerberus und Blackstone.
Die Chrysler-Beschäftigten hoffen, dass ihr Vorschlag auf der Aufsichtsratssitzung in der kommenden Woche diskutiert wird. Dort sollen nach Informationen aus Konzernkreisen aber keine Beschlüsse über die Zukunft von Chrysler gefasst werden.
sam/dpa