Verkauf von Basic-Anteilen: Lidl beendet Ausflug ins Bio-Geschäft - DER SPIEGEL
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Verkauf von Basic-Anteilen Lidl beendet Ausflug ins Bio-Geschäft

Empörte Kunden und Boykottaufrufe von Lieferanten: Der Discounter Lidl zieht die Konsequenzen aus seinem umstrittenen Einstieg bei der Bio-Kette Basic. Nach nur 14 Monaten verkauft die Schwarz-Gruppe ihre Anteile an die Schweizer Finanzholding ASI.
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Berlin - Es war ein kurzes, aber heftiges Intermezzo: Nach nur 14 Monaten verkauft Lidl seinen 23-prozentigen Anteil an der Bio-Kette Basic an die Schweizer Finanzholding ASI. Der Investor ist bereits mit 14 Prozent an der Bio-Supermarktkette beteiligt und wird damit Hauptaktionär.

Der Einstieg des Discounters bei Basic hatte im vergangenen Jahr zu massiven Protesten von Kunden und Lieferanten geführt. Wegen eines Kundenboykotts hatte die Bio-Kette Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Eine Sprecherin der Schwarz-Gruppe lehnte eine Stellungnahme ab. Unbekannt ist, für wieviel Euro der Lidl-Anteil über den Tisch ging.

Durch den Einstieg der Holding ASI, die in der deutschen Bio-Branche auch an der Kette Superbiomarkt und dem Hersteller Rapunzel beteiligt ist, könnten sich die Mehrheitsverhältnisse bei Basic möglicherweise zu Gunsten des entlassenen Finanzvorstands Johann Priemeier verschieben. Das berichtet die "tageszeitung". Dieser habe im vergangenen Jahr den Einstieg von Lidl eingefädelt, sei später aber entlassen worden.

Priemeier, der knapp 30 Prozent der Basic-Aktien hält, sieht das Aufstocken der ASI-Gruppe positiv. Falls der neue Großaktionär an einer Zusammenarbeit interessiert sei, kann sich Priemeier offenbar eine Rückkehr ins operative Geschäft vorstellen. "Wenn es der Sache dient, werde ich mich wieder stärker engagieren."

sil/AFP/dpa