Verkaufsvorbereitungen HVB läutet eigene Zerschlagung ein
Hamburg - Die HypoVereinsbank habe bereits die Weichen für den Verkauf ihrer Österreich-Tochter Bank Austria-Creditanstalt sowie mehrerer Osteuropa-Aktivitäten an ihre italienische Mutter UniCredit gestellt, berichtet die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf Bankenkreise. Für den 11. September sei eine Aufsichtsratssitzung einberufen worden. Die Aufseher sollen für den 25. Oktober eine außerordentliche Hauptversammlung anberaumen, die den Verkauf der Konzernteile rückwirkend zum 1. Januar 2006 genehmigen soll.
Die ehemals eigenständige Münchner Bank leitet damit ihre eigene Zerschlagung ein. Denn mit den vorbereiteten Verkäufen wird über die Hälfte des Konzernbesitzes veräußert, die betroffenen Unternehmen sind außerdem die größten Gewinnbringer. Danach wird die einstige Großbank zu einer Privatkunden- und Mittelstandsbank. Vorerst behält sie zudem noch einen Schwerpunkt im Investmentbanking, langfristig solle jedoch auch dieser Bereich an die UniCredit -Holding angebunden werden.
Die Aufspaltung der HVB kommt schneller als gedacht. Offiziell hatte UniCredit-Chef Alessandro Profumo bisher nur verlautbaren lassen, die Aufspaltung der 2005 akquirierten deutschen Tochter bis Ende 2007 durchziehen zu wollen.
ase/dpa-AFX