Verkehr Bahn bremst Metrorapid aus
Der Grund: Die Bahn will unbedingt an der Trassenplanung für die Schnellstrecke zwischen Dortmund und Düsseldorf beteiligt werden, obwohl ihre Tochter DE Consult im Wettbewerb von sechs Bietern nicht zu den drei Favoriten des Landes zählte. In ihrem Nachprüfungsantrag bemängelt die DB-Kanzlei Fritze Paul Schmitt einen "wettbewerbsverzerrenden Wissensvorsprung" der favorisierten Bieter; ferner seien "Auswahl und Anwendung der Wertungskriterien fehlerhaft".
Da ein langer Rechtsstreit die von NRW erstrebte Fertigstellung der Strecke zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 unmöglich machen würde, bietet die DB listig einen Ausweg an: Die drei ausgewählten Konsortien sollten die unterlegenen Konkurrenten, darunter natürlich DE Consult, durch Unteraufträge an dem Projekt beteiligen. "Bei einem derartigen Verfahren", heißt es in einem Brief des DB-Vorstands an NRW-Verkehrsminister Ernst Schwanhold, könnten die entstandenen "Irritationen geheilt werden", auch wäre "die Gefahr der Projektverzögerung durch einen vermeidbaren Rechtsstreit gebannt". Wie das Großvorhaben finanziert werden soll, bleibt derweil unverändert offen.