Verkehr: Steinbrück räumt Transrapid nur geringe Chancen ein - DER SPIEGEL
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Verkehr Steinbrück räumt Transrapid nur geringe Chancen ein

Dämpfer für die geplante Münchner Transrapid-Strecke: Finanzminister Steinbrück hat wegen möglicher Mehrkosten deutliche Bedenken an dem Vorhaben geäußert - er bezweifle, dass das Geld "ausgerechnet bei diesem Projekt" eingesetzt werden sollte.
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Berlin - Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat der geplanten Münchener Transrapid-Trasse wenig Chancen eingeräumt. "Ich zweifele sehr, dass das Geld ausgerechnet bei diesem Projekt richtig eingesetzt ist", sagte der SPD-Politiker heute in Berlin. Die Mittel sollten dort eingesetzt werden, wo die größten Engpässe im Verkehr beseitigt werden müssten. Dies sei wohl kaum bei der Verbindung zwischen der Münchener Innenstadt und dem Flughafen der Fall.

Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber sprach sich dagegen für eine Realisierung des bisher mit 1,85 Milliarden Euro veranschlagten Projekts aus. Deutschland müsse sich eine Referenzstrecke der Magnetschwebetechnologie leisten.

Derzeit ringen der Bund und Bayern über die Finanzierung der auf knapp zwei Milliarden Euro teuren Flughafenanbindung. Aktuell klafft eine Lücke von mehreren hundert Millionen Euro für die gut 30 Kilometer langen Transrapid-Strecke. Die Bahn, die das Projekt betreiben will, ist zu einer Beteiligung bereit. Der Transrapid ist bislang nur in Schanghai in China im regelmäßigen Einsatz. Er wird von Siemens und ThyssenKrupp gebaut.

Steinbrück sprach sich außerdem erstmals öffentlich für die geplante Bahnprivatisierung aus. Generell seien die Haushaltsspielräume für höhere öffentliche Investitionen in das Verkehrssystem angesichts der weiter nötigen Etatkonsolidierung begrenzt. Daher müsse es mehr öffentlich-private Projekte geben.

Den größten Handlungsbedarf gebe es auf der Straße vor allem bei Autobahnen. Steinbrück betonte, dabei sei die Einführung von Pkw-Mautgebühren für die betroffenen Strecken "keineswegs zwingend". Geeignet für gemeinsam öffentlich und privat finanzierte Projekte sei beispielsweise auch der Ausbau von Wasserstraßen wie etwa des Nord-Ostsee-Kanals in Schleswig-Holstein.

hen/Reuters/dpa