Verschärfte Risikokontrolle - DER SPIEGEL
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BANKEN Verschärfte Risikokontrolle

• aus DER SPIEGEL 31/2002
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Die Führung der Bayerischen Landesbank (BLB) reagiert schneller als erwartet auf Vorwürfe der staatlichen Bankenaufsicht, bei der Vergabe und Kontrolle von Krediten zu schludern. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hatte das halbstaatliche Institut vergangene Woche gerügt, weil es dem bedrängten Medienkonzern Kirch mit rund zwei Milliarden Euro aushalf, ohne Bonität und Sicherheiten ausreichend zu prüfen. Mit einer verschärften Risikokontrolle, die bei anderen Kreditinstituten allerdings längst praktiziert wird, will der vor einem Jahr angetretene Vorstandschef Werner Schmidt nun verhindern, dass die BLB erneut ins Visier der Bankenwächter gerät. Ein neuer Chefcontroller soll für die Bayernbank erstmals ein zentrales System für die Risikosteuerung und Kreditüberwachung erarbeiten. Zudem will sich Schmidt auch von Beteiligungen trennen, die seine interne Renditevorgabe von zwölf Prozent nicht erfüllen oder üppige Verkaufserlöse versprechen. Bereits beschlossen ist nach Angaben aus Branchenkreisen der Verkauf der Anteile am Energieverbund Thüga an den Düsseldorfer Energieriesen E.on.

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