Verschobener Quartalsbericht Nasdaq rügt Apple
Vertreter der Aktienbörse hätten dem Konzern mitgeteilt, dass Apple mit der Verschiebung nicht den Regeln für Nasdaq-notierte Unternehmen entsprochen habe, erklärte der iPod-Hersteller am Freitag. Einer Konzernsprecherin zufolge strebt Apple nun eine Anhörung vor dem zuständigen Nasdaq-Gremium an.
Aus dem Handel wurden Apples Aktien nicht genommen. Sie notierten zum Börsenschluss am Freitag in einem negativen Umfeld um rund 0,7 Prozent leichter bei 63,65 Dollar.
Zur Zeit werden Aktienoptionsprogramme für Mitarbeiter bei Apple überprüft. Grund für die Verschiebung des Berichts waren Apple zufolge Unregelmäßigkeiten bei diesen Bonusprogrammen. Das Unternehmen erwartet deshalb erhebliche Veränderungen in den Zahlen für das dritte Quartal bis Anfang Juli.
So werde im Vergleich zum Vorjahresquartal ein deutlicher Anstieg beim Umsatz sowie bei den Ausgaben erwartet. Apple muss voraussichtlich zusätzliche Kosten für die Optionen in seine Bilanzen aufnehmen. Genaue Vorhersagen seien aber noch nicht möglich. Unter Umständen müssten sogar alle Finanzberichte seit September 2002 korrigiert werden.
Die US-Börsenaufsicht SEC prüft derzeit bei mehr als 80 Firmen, ob die Unternehmen ihren Führungskräften Aktienoptionen zu manipulierten Preisen überlassen haben.
cis/rtr