Versicherer 2002 werden die Renten steigen
Würzburg - "Es handelt sich dabei aber um Modellannahmen, nicht um Festlegungen", sagte der Vorstandsvorsitzende des Verbandes Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR) am Montag in Würzburg.
Eine Beitragssatzsenkung im kommenden Jahr schloss er definitiv aus. Die bis zum Jahr 2010 angepeilten Senkungen auf bis zu 18,6 Prozent werden nach Husmanns Worten in jedem Fall deutlich niedriger ausfallen, als mit der Rentenreform geplant.
Der von Rot-Grün geplante Griff in die Rücklagen der Rentenversicherer zur Stabilisierung des Rentenbeitragssatzes bei 19,1 Prozent wird vom VDR als kurzfristige Maßnahme mitgetragen. Husmann machte aber klar, dass die Absenkung der Schwankungsreserve von einer auf künftig 0,8 Monatsausgaben nur für maximal zwei bis drei Jahre tolerierbar sei. Die Rückkehr zu einer ausreichenden Mindesthöhe der Schwankungsreserve sei notwendig, "um das Vertrauen in die Rentenversicherung nicht zu gefährden".
Unterdessen hat die Union der Bundesregierung angesichts der neuen Prognosen vergeworfen, die Bürger getäuscht zu haben. Trotz Ökosteuer und Rentenreform müssten die Beitragszahler viel mehr für ihre gesetzliche Rente ausgeben, als ihnen von der Bundesregierung versprochen wurde, erklärte der Unions-Sozialexperte und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Horst Seehofer (CSU) am Dienstag in Berlin.