Versteigerung: Enron-E für 44.000 Dollar verkauft - DER SPIEGEL
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Versteigerung Enron-E für 44.000 Dollar verkauft

Das berühmte E-Logo vor der Tür der Skandalfirma Enron ist verkauft. Auf der Versteigerung von Firmeninventar kamen Schnäppchenjäger nicht auf ihre Kosten, man zahlte symbolische Preise.
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Houston - Im Versteigerungssaal in Houston drängten sich am Mittwoch mehr als 3.000 Interessenten. Weitere 12.000 Kauflustige ließen sich im Internet für Online-Gebote registrieren. Wer vor allem an Schnäppchen interessiert war, wurde jedoch enttäuscht - wegen der Enron umgebenden Skandal-Aura erzielten Bürogeräte und Einrichtungsgegenstände meist höhere Preise als im Einzelhandel.

"Das einzig Gute hier ist der Kaffee", sagte ein enttäuschter Teilnehmer der "New York Times". Er war nach Houston gekommen, um billige Computer zu ergattern. Fehlanzeige.

Auf der Versteigerung, die von der Firma Dovebid veranstaltet wurde, wurden teilweise Mondpreise erzielt. Ein Basketball-Aufsatz für einen Papierkorb – im Handel nicht teurer als zehn Dollar, ging für 175 Dollar über den Verkaufstisch.

Richtig spannend wurde es aber erst, als das 1,50 Meter hohe stählerne Logo des spektakulär gescheiterten Konzerns versteigert wurde. Hier stiegen die Gebote 44.000 Dollar. "Wir wollten einfach diese Business-Ikone erhalten", sagte Scott Bui, Anwalt des Käufers Microcache. "Damit ist auch sehr viel Schweiß, Gier und Wirtschaftsbetrug verbunden." Microcache ist ein Computerfilialhändler in Houston.

Der ehemalige Enron-Angestellte Brian Cruver, Autor eines Insider-Buchs über den Konzern, war mit einem ganz bestimmten Interesse ins Radisson Astrodome von Houston gekommen: "Ich bin hier, um meinen alten Stuhl zu kaufen. Das ist der bequemste Stuhl, auf dem ich je gesessen habe, und ich will ihn wieder haben."